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Auszubildende und Mitarbeiter*innen aus aller Welt sind in der Berliner Hotellerie und Gastronomie sehr willkommen. Viele Unternehmen stellen jedoch nach der Einstellung fest, dass die Deutschkenntnisse für die Kommunikation am Arbeitsplatz nicht ausreichen.
Bei unserer Netzwerkveranstaltung am 18.06.2019 konnten Personaler*innen, Ausbildungsverantwortliche, Berater*innen und Vermittler*innen gute Beispiele aus der Praxis und Fördermöglichkeiten zum Thema Sprachförderung kennen lernen und sich austauschen.

Schon bei der Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass das Thema Deutsch am Arbeitsplatz gerade hochaktuell ist und viele der Anwesenden ähnliche Erfahrungen machen:
Unternehmen möchten sich gerne engagieren und organisieren spontan interne Deutschkurse oder Tandems mit Mitarbeitenden.
Mitarbeitende in Beratungseinrichtungen versuchen einen Überblick zu bekommen über notwendige Sprachzertifikate, aktuelle Förderangebote und Deutschkurse, um die Ratsuchenden möglichst gut auf eine Ausbildung oder Beschäftigung vorzubereiten.

Wir näherten uns dem Thema mit inhaltlichen Inputs:
Frau Manuela Kuhne-Liebenow von der HWK und Frau Dr. Yasemin Haack von der Agentur für Arbeit informierten über die Instrumente für die betriebliche Sprachförderung des Landes Berlin und der Agentur für Arbeit, die wir Ihnen auch hier als Download zur Verfügung stellen:

Aus dem Projekt Be HOGA stellten wir ein Beispiel betrieblicher Sprachförderung vor, das als Inhouse-Kurs in Kooperation mit einem Berliner Hotel durchgeführt wurde:
Das individuell auf die Mitarbeitenden entwickelte Sprachcoaching bezieht sich auf konkrete Arbeitssituationen, z.B. an der Rezeption oder am Telefon, und hilft den Beschäftigten, mehr Sicherheit und Selbstvertrauen im Arbeitsalltag zu entwickeln.

Möglichkeit zum Austausch boten die anschließenden Thementische, bei denen verschiedene Methoden des betriebsbezogenen Sprachlernens und die Organisation und Finanzierung von Sprachförderung diskutiert wurden.
Das Fazit: Die Unternehmen sind sehr engagiert und motiviert, neue Wege auszuprobieren. Gerade in der Ausbildung, in der die Auszubildenden nicht jeden Tag im Betrieb sind, ist jedoch der Zeitrahmen sehr eng und der finanzielle und organisatorische Aufwand recht hoch, so dass es für kleinere Unternehmen schwierig ist, eine individuelle Sprachförderung umzusetzen.