Networking mit erkennbarem Mehrwert für alle Beteiligten

Am 30.11.2016 fand die 2. Be HOGA Netzwerkveranstaltung statt. Unter dem Titel „Mehr Personal für weniger Geld?“ haben sich insgesamt 24 Teilnehmende aus Berliner gastgewerblichen Betrieben, aus Vermittlung und Arbeitgeberservice der Jobcenter und Arbeitsagentur, dem OSZ Gastgewerbe und der Serviceagentur für Nachqualifizierung ausgetauscht. Ganz ohne Frontalvorträge ging es darum, die kurze Zeit von 2 Stunden effektiv zu nutzen. An 3 Thementischen rotierten die geladenen Betriebsvertreter/innen im 30 Minuten Takt. Im Gespräch mit Fachleuten konnten relevante Förderinstrumente erklärt, Beispielfälle diskutiert und individuelle Fragen unmittelbar beantwortet werden.

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Hier ein Überblick zu den Thementischen (mit ausgewählten Inhalten):

Förderung der Berufsausbildung

  • Möglichkeiten der Verbundausbildung
  • Bezuschussung der Ausbildung von Alleinerziehenden oder benachteiligten Jugendlichen
  • Teilzeitberufsausbildung
  • Einstiegsqualifizierung vor der Ausbildung (EQ)
  • Assistierte Ausbildung (AsA)

Förderung der Beschäftigung

  • Nutzung von Eingliederungszuschüssen, z.B. für schwer vermittelbare Arbeitnehmer/innen bei Neueinstellung
  • MAG (Maßnahme beim Arbeitgeber) um potenzielle Mitarbeiter/innen kennen zu lernen

Förderung von Qualifizierung / Weiterbildung

  • berufsbegleitende Nachqualifizierung mit Ziel Externenprüfung
  • einzelbetriebliche Umschulung, gefördert durch die Arbeitsagentur
  • Weiterbildung von geringqualifizierten Beschäftigten (Programm WeGebAU der Arbeitsagentur)

Insgesamt wurde deutlich: Es gibt eine wahrlich große Bandbreite an Unterstützungsleistungen zur Einstellung neuer Mitarbeiter/innen oder von Auszubildenden, aber auch für die feste Belegschaft. Sie bieten Betrieben die Möglichkeit, Fachkräfte selbst zu entwickeln und so auch an ihren Betrieb zu binden. Gleichwohl wurde deutlich, dass jeder Fall individuell betrachtet werden muss: Verschiedene Optionen haben unterschiedliche formale Voraussetzungen. Außerdem spielen persönliche Voraussetzungen wie die eigene Motivation und die Lebenssituation eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Auswahl des richtigen Förderinstruments. Auch betriebswirtschaftliche Aspekte wie der kurzfristige Ausfall Beschäftigter während einer Qualifizierung dürfen  nicht vernachlässigt werden, selbst wenn viele Förderinstrumente Zuschüsse zum Arbeitsentgelt beinhalten. Wichtig in jedem Einzelfall: Das Zusammenwirken aller Beteiligten – Bewerber/in bzw. Mitarbeiter/in oder Azubi, Betrieb, Vermittler/in, Arbeitsgeberservice bzw. Fördergeber sowie ggf. OSZ, IHK, Projektträger …

In Kürze werden wir eine Dokumentation der Veranstaltung, einschließlich eines Überblicks über die Förderoptionen, veröffentlichen.

Sie haben jetzt schon Fragen? Ihr Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit kann Sie mit Sicherheit gut beraten: 0800 4555520.

 

2017-05-19T11:32:47+00:00 1 Dezember 2016, 12:29|